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1999:
Der erste Vorsitzende, Erhard Göhringer, und der Schirmherr des Jubiläumsjahres,
Bürgermeister Werner Happold, eröffnen mit der Generalversammlung am 22.
Januar das 75-jährige Jubiläum des Vereins.
1998:
Nach 29 Jahren (!) gibt unser Vorsitzender, Paul Speck, sein Amt auf eigenen
Wunsch ab und wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt. In den fast drei Jahrzehnten
seiner Amtszeit entwickelte sich unser Verein zu einem der sowohl musikalisch
als auch zahlenmäßig stärksten Zupfmusik-Vereinen in Deutschland. Nachfolger
wird unser bisheriger Spielervorstand, Erhard Göhringer, auf den bereits
vielfältige Aufgaben zur Organisation des kommenden Festjahres warteten.
Mit 44 Terminen im Vereinsjahr war zudem eine Fülle von Aufgaben zu erledigen.
1997:
Haupt- und Freizeitorchester sind bei insgesamt elf Konzerten engagiert.
Die Vereinsjugend veranstaltet ein Jugendwochenende mit Begegnungen und
Konzerten. Für sieben jugendliche Spieler wird ein Traum wahr: sie nehmen
an einer Reise des Landesjugendzupforchesters Baden-Württemberg teil,
die vom 2. bis 24. August 1997 quer durch Brasilien führt und von unserem
Mitglied und Präsidenten des Landesverbandes, Alois Becker, organisiert
wurde.
1996:
Am 9. Januar kann unser Vorsitzender Paul Speck den neuem Dirigenten des
Hauptorchesters, Arnold Sesterheim, bei der ersten Probe begrüßen. Die
erste große Aufgabe, die Teilnahme am 4. Deutschen Orchsterwettbewerb
in Gera, wird von ihm großartig gemeistert: unser Orchester erreicht bei
starker Konkurrenz von 15 Orchestern einen 6. Platz mit dem Prädikat "mit
sehr gutem Erfolg teilgenommen".
Vom 1. bis 6. Oktober unternimmt erfolgt die dritte Konzertreise nach
Italien. In Ötigheim sind dagegen Ensembles aus Codigoro, Granada, Valencia
und v.a. "Classic Domra" aus Samara/Russland zu Gast bei unserem Verein.
1995:
Das HO nimmt an der Landesauswahl für den 4. Deutschen Orchesterwettbewerb
teil und erreicht den ersten Platz. Es qualifiziert sich damit für den
Bundesentscheid in Gera. Mit 37 Personen reist das Freizeitorchester vom
31. Oktober bis 6. November nach Vila-Real/Spanien. Das Jugendorchester
musiziert beim Laienmusikfest im Landtag. Erstmals findet ein gemeinsames
Adventskonzert mit dem Steinmauerner Chor statt.
1994:
Das 70-jährige Jubiläum wird im Juni mit einem Festkonzert des Hauptorchesters
und einem Jugendkonzert sowie einem Fest bei und in der Turnhalle Juni
gefeiert. Das Freizeitorchester wird in diesem Jahr 10 Jahre alt. Unser
Jugendorchester reist zu einem Konzert nach Neuenhain. Haupt- und Freizeitorchester
wirken beim Zupfmusikfest in Rastatt mit. Das griechische Zupforchester
aus Patras ist zu Gast in Ötigheim. Ab Juni 1994 wird Arnold Sesterheim
Mitglied im Präsidium des Landesmusikrates.
1993:
Das Hauptorchester nimmt am internationalen Orchesterwettbewerb in Koslar/Jülich
teil und erreicht in der höchsten Wertungsstufe unter 21 Orchestern einen
2. Preis. Ein Konzert geben das Kinder- und Jugendorchester im Geschwister-Scholl-Haus.
Zum Jahresende gibt Rolf Nold die Leitung des letzteren an Alexander Becker
ab.
1992:
Mit Beginn der ersten Probe übernimmt Hans-Ulrich Zeeb die Direktion des
Hauptorchesters und beginnt auch mit den intensiven Vorbereitungen für
die Konzerttournee, die vom 20. Juli bis 3. August wieder nach Kanada
unternommen wird. Mit 43 Spielern/Begleitpersonen wird eine erlebnisreiche
Zeit im Gebiet Ontario verbracht.
1991:
Das Hauptorchester wirkt bei verschiedenen Konzerten mit. Der bisherige
Dirigent, Günther Siegwarth, gibt sein Amt ab. Rolf Nold übernimmt kommissarisch
die Leitung.
1990:
Stephanie Siegwarth gibt die Direktion des Kinderorchesters an Ruth Kampf
ab. Unser Mitglied und langjähriger 2. Vorsitzender, Alois Becker, wird
Mitglied im Präsidium des Landesmusikrates. Bei dem Bezirksmusikfest in
Rastatt mit 160 Spielern und 250 Musikschülern war unser Verein mit allen
Orchestern sowie mit einem Quintett und dem neu gegründeten Kammermusikkreis
vertreten.
1989:
Herausragende Ereignisse sind die einwöchige Konzertreise des Hauptorchesters
im Mai nach Codigoro/Italien sowie der Gegenbesuch von dort im September.
Das Freizeitorchester konzertiert in Staufenberg und Illingen, das Jugendorchester
in Bonn in der Beethoven-Halle und im Kanzleramt bei Feierlichkeiten zu
"40 Jahre Bundesrepublik Deutschland".
1988:
Im Rahmen der 1200-Jahr-Feier der Gemeinde gibt das Hauptorchester zwei
außergewöhnliche Konzerte, in denen Musik aus zwölf Jahrhunderten dargeboten
und erläutert wurden. Ein Quintett bestehend aus "Jugend musiziert"-Preisträgern
wird zu einem Konzert ins Staatsministerium Stuttgart einge-laden. Ein
fester Bestandteil des Vereins ist inzwischen das "5. Orchester", das
Espana-Ensemle unter Armin Weber, das in diesem Jahr für 5 Auftritte verpflichtet
wurde.
1987:
Erstmals ist ein Orchester aus Sao Paulo/Brasilien zu Gast in Ötigheim.
Das Jugendorchester wird zu Tonbandaufnahmen verpflichtet, die für ein
neues Schulmusikbuch verwendet werden. Mit seiner Konzertreise nach Horw/Schweiz
können auch die Auslandskontakte wieder intensiviert werden. Besucht wird
unser Verein vom Orchester "Gruppo Mandolinistico Codigorese" aus Italien.
Das Freizeitorchester (vormals Seniorenorchester) hat sich fest etabliert
und gibt zwei Konzerte.
1986:
Das HO verbringt vier Tage in Würzburg und nimmt als baden-württembergischer
Vertreter am 1. Deutschen Orchester- Wettbewerb teil. Bei starker Konkurrenz
erreicht es die Leistungsstufe 1, in die nur noch zwei weitere Orchester
kommen. Zu einem fünftägigen Gegenbesuch weilt das Orchester "Gino Neri"
aus Ferrara in Ötigheim. Ein großer Erfolg wird das gemeinsame Konzert
auf der Freilichtbühne. Im Rahmen der Zupfmusiktage musizieren Kinder-,
Jugend- und Hauptorchester in Rastatt, Steinmauern und Ötigheim.
1985:
Höhepunkt ist die einwöchige Konzertreise des Hauptorchesters nach Ferrara.
Weitere Verpflichtungen erfolgen zu Konzerten in Hagenau und Saarbrücken.
1984:
Im 60. Jubiläumsjahr wird ein zweitägiges Fest gefeiert mit Konzerten
der drei eigenen Orchester sowie Gästen aus Hagenau und Steinmauern. Unser
langjähriger Dirigent Alfons Rieger wird feierlich verabschiedet. Nachfolger
wird Günther Siegwarth. Erstmals tritt das "Seniorenorchester" unter Anton
Kühn auf, das aus ehemaligen Spielern gebildet wurde. Kinder- und Jugendorchester
leisten ihren Festbeitrag mit einer Konzertmatinee in der Alten Schule.
Zahlreiche Konzertverpflichtungen des Hauptorchesters schließen sich an.
Zum dritten Mal fährt es auch nach Mittenwald und gibt dort ein Konzert.
1983:
Das Hauptorchester musiziert in Rastatt, Hatzenbühl und Steinmauern und
nimmt im Studio des SDR Musikstücke von Walter Kretschmar auf. Dirigentenwechsel
beim Kinderorchester: Stephanie Siegwarth löst Wolfram Kölmel ab. Der
Ehrenvorsitzende Andreas Nold wird mit der Ehrennadel des Landes ausgezeichnet.
Unser langjähriger Dirigent Theo Leßmann, der wesentlich zum Aufschwung
unseres Orchester beigetragen hat, stirbt.
1982:
Das Hauptorchester gibt im Mai ein Konzert im Landespavillon in Stuttgart,
ebenso das Kinder- und das Jugendorchester im Juni. Beim Herbstkonzert
findet eine Uraufführung des Komponisten Walter Kretschmar (1902-1976)
statt, bei der auch seine Witwe anwesend ist. Vom SDR werden sowohl das
Kinder- als auch das Jugendorchester zu Aufnahmen verpflichtet.
1981
:
Das befreundete Orchester aus Remiremont ist zwei Tage zu Gast in Ötigheim.
Bei einem Konzert spielen auch beide Orchester zusammen in der Turnhalle.
Das Hauptorchester wirkt bereits zum 3. Mal beim "Hafenkonzert", einer
Live-Rundfunksendung mit. Auch das Kinderorchester ist bei einer Sendung
des SDR zu hören und wird für einen Fernsehauftritt verpflichtet. Kinder-
und Jugendorchester musizieren beim Eurotreff in Esslingen.
1980
:
Das Jugendorchester unter Günther Siegwarth wird zu den Fernsehaufnahmen
"Früh übt sich..., Meister und solche die es werden wollen" nach Berlin
eingeladen. Auch das Kinderorchester unter Rolf Nold wird unter 70 Ensembles
ausgewählt, beim "Eurotreff Musik" in Tübingen bei einem Konzert mitzuwirken.
Das Hauptorchester unternimmt eine Konzertreise nach Remiremont/Frankreich.
Besucht wird unser Verein von unseren Freunden aus Amsterdam, die eine
Woche in Ötigheim weilen.
1979
:
Erfolgreich sind in diesem Jahr das Kinder- und Jugendorchester, die bei
dem Wettbewerb "Jugend spielt in Baden-Württemberg" jeweils einen ersten
Preis erringen können (weitere Erfolge siehe Liste). Konzerte werden vom
Hauptorchester in Rotenfels, Baden-Baden und Stuttgart gegeben. Fernsehauftritte
beim SWF und SDR sowie drei Rundfunkaufnahmen werden erfolgreich bestritten.
1978:
Der bisherige Höhepunkt in der Vereinsgeschichte wird mit der Konzertreise
des Hauptorchesters nach Canada im August erreicht. Vom 16. bis 30. Juni
ist man zusammen mit Bürgermeister Happold im Bundestaat Ontario unterwegs.
Bei elf Konzerten in sieben Städten wie Toronto, Kitchener und Guelph
wird das Orchester begeistert von den überwiegend deutschstämmigen Gastgebern
gefeiert. Empfänge, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen schließen sich an.
Beeindruckt sind die Teilnehmer von den Niagara-Fällen sowie den anderen
Sehenswürdigkeiten. Für die 41 Teilnehmer war dies eine strapaziöse aber
auch erlebnisreiche Reise.
1977:
Als Ergänzung zu den vorangegangenen Reisen wird das Hauptorchester zu
Fernsehaufnahmen der "Drehscheibe" des ZDF nach Wiesbaden und nach Saarbrücken
zu Aufnahmen für "Im Krug zum grünen Kranze" (SR) verpflichtet.
Das Engagement für ein Konzert mit Ivan Rebroff in Hamburg schließt sich
an. Eine heitere Begebenheit hierzu: Ivan Rebroff, in Erwartung eines
Mandolinenorchesters im Frack, kam in großer Schale zur Aufführung. Große
Augen machte er dann, als er die 45 Musikanten in original russischen
"Tellplatz"-Kostümen sah. Damit auch er stilecht wirkte, musste unser
Vorsitzender Paul Speck (er hatte die größte Schuhnummer) seine Stiefel
für den Sänger zur Verfügung stellen.
1976
:
Im April ist unser Hauptorchester zu einem Gegenbesuch nach Amsterdam
eingeladen. Neben zahlreichen Besichtigungen wird bei einem Konzert auch
gemeinsam musiziert. Weitere Verpflichtungen hat der Verein beim Landesmusikfest
in Karlsruhe sowie beim Internationalen Orchesterwettbewerb in Falkenstein.
Mit 174 von 180 Punkten gewinnt unser Orchester sowohl beim Pflicht- als
auch beim Wahlstück einen hervorragenden 1. Preis.
1975
:
Von den insgesamt 43 Aktivitäten im diesem Jahr sind die Konzertreisen
nach Mittenwald und Straßburg die herausragenden Ereignisse. Erstmals
ist auch das befreundete Orchester "Da Capo" aus Amsterdam zu Besuch.
1974
:
Dieses Jahr steht ganz im Zeichen des 50-jährigen Jubiläums. Hauptereignis
war das Jubiläumskonzert am 23. März im Gasthaus Hirsch. Das Jugendorchester
unter Ulrike Scholtes-Kessler bestritt den ersten Teil des Konzertes.
Das Hauptochester mit 50 Spielern unter Alfons Rieger, bot anschließend
ein Programm mit zahlreichen Solisten. Mit fünf Rundfunksendungen sowie
weiteren Konzerten war das Jubiläumsjahr ebenfalls reichhaltig gestaltet.
1973:
Den Auftakt für dieses Jahr bildet am 7. Januar abends eine Unterhaltungssendung
für italienische Gastarbeiter in der Fruchthalle in Rastatt, wobei die
surrenden Fernsehkameras allerdings etwas ungewohnt sind. Nach gelungenem
Frühjahrskonzert wird wieder eine stattliche Anzahl auf die Lehrgänge
nach Wiesental und diesmal auch an die neuerbauten Bundesakademie für
musikalische Jugendbildung in Trossingen entsandt.
In diesem Jahr sind ca. 20 Auftritte zu verzeichnen, darunter auch eine
interessante Verpflichtung mit Musik des Barock und der Klassik bei der
Feierstunde des CGB in Heidelberg. Gleichzeitig entschließt sich die Vereinsleitung,
eine Langspielplatte zu bespielen, die noch kurz vor Weihnachten von Teldec
fertiggestellt wird. Mit Adventskonzerten in der Lukaskirche Karlsruhe
sowie St.Michaels-Kirche Ötigheim und mehreren Unterhaltungskonzerten
geht ein arbeitsreiches Jahr zu Ende.
1972:
Neufassung der Satzung und Änderung des Vereinsnamens von "Mandolinenverein"
in "Mandolinen- und Gitarrenorchester 1924 e.V. Ötigheim" und Eintrag
in das Vereinsregister. Neben Auftritten des Jugendorchesters bereiten
sich die Jugendlichen auf den Wettbewerb "Jugend musiziert" vor, der am
29. Januar 1972 im SDR-Studio in Karlsruhe stattfindet. Dabei werden außer
lobenden Anerkennungen ein dritter und zwei zweite Preise errungen. Nach
diesen anfänglich "kleinen" Erfolgen beim Regionalwettbewerb, steigert
sich der Ehrgeiz und das Engagement der Spieler so sehr, dass in der Folge
regelmäßig sogar Bundespreise gewonnen werden (siehe Liste). Am 12. März
1972 findet im Beisein von Bundesinnenminister Genscher und Bundesminister
a. D. Heck in Karlsruhe die Verleihung der Pro-Musica- und Zelter-Plakette
an Orchester und Chöre statt. Auf Einladung des Landesverbandes vertritt
ein Jugendgruppe aus Ötigheim die Sparte Zupfmusik.
1971:
Die Teilnehmerzahl aus Ötigheim bei den jährlichen einwöchigen Lehrgängen
des BDZ, Baden ist auf 15 Jugendspieler angestiegen. Es folgt ein Muttertagskonzert
des Jugendorchesters, Leitung Bernd Hammer. Nach Absolvierung verschiedener
Kurkonzerte stellt Dirigent Theo Leßmann, im 69. Lebensjahr stehend, im
Juni sein Amt aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung. Es liegen arbeitsreiche,
aber auch sehr erfolgreiche Jahre hinter ihm. Alois Becker übernimmt neben
dem Jugendorchester auch das Hauptorchester. Auf der Bühne der Volksschauspiele
findet die Gemeinschaftsveranstaltung ,,Volk schaut spielt" statt, eine
Veranstaltung, die sich bewährt. Erwähnenswert wäre noch besonders die
Mitwirkung bei dem vom Badischen Staatstheater Karlsruhe veranstalteten
Bühnenball in der Karlsruher Schwarzwaldhalle. Im Dezember wird in Alfons
Rieger ein neuer, ausgezeichneter Dirigent für das Hauptorchester gefunden.
1970:
Ca. 15 Auftritte, u.a. am 26. Mai Rundfunkaufnahmen für den SWF, Landesstudio
Freiburg und später Aufnahmen für die Schallplatte der Volksschauspiele
Ötigheim. Am 28. November findet unter der Leitung von Werner Stolze ein
Jugend- und Elternnachmittag mit Solo-, Duo- und Gruppenvorspiel statt,
der künftig jährlich beibehalten wird.
1969:
Andreas Nold, in 20 wechselvollen Jahren erster Vorsitzender, legt sein
Amt in jüngere Hände und wird aufgrund seiner besonderen Verdienste zum
Ehrenvorsitzenden ernannt. Mit Paul Speck an der Spitze steht nun eine
verhältnismäßig junge Verwaltung zur Verfügung, die arbeitsreichen Jahren
entgegen geht.
Erstmals tritt das Jugendorchester beim jährlichen Frühjahrskonzert auf
und darf daraufhin eine Theaterfahrt nach Karlsruhe unternehmen. Während
bisher, abgesehen von kurzen Wochenendlehrgängen des Bundesverbandes,
im wesentlichen nur eine vereinsinterne lnstrumentalausbildung erfolgte,
werden vom BDZ-Landesverband Baden ab 1968 jeweils an Ostern einwöchige
Lehrgänge durchgeführt. Diese Fortbildungsmöglichkeit wird von Jahr zu
Jahr in zunehmendem Maße in Anspruch genommen und trägt zu einem wesentlichen
Teil zum Aufschwung bei.
1968:
Mit Fritz Bauer wird ein Kassier gefunden, der wie später sein Nachfolger
aus dem Fach kommt und die Kassengeschäfte, die nun laufend zunehmen,
sparsam und umsichtig führt. Mit der Verpflichtung des japanischen Mandolinensolisten
Takashi Ochi für das Konzert am 16. März wird die Zielsetzung, ausgezeichnete
Solisten zu verpflichten und damit das Programm zu beleben, sichtbar und
künftig beibehalten. Am 27. September Schallplattenaufnahmen mit dem Kinderchor
der Realschule Rastatt, 13. November Rundfunkaufnahmen für den SDR Stuttgart.
1967:
Fortan jährlich zwischen 10 und 15 Auftritten, darunter Kurkonzerte, Jubiläumsabende,
Rundfunkaufnahmen etc. Diese Belastungen lassen sich natürlich nicht ohne
gesellige Veranstaltungen ertragen, u.a. ist deshalb am 2. September per
Sonderzug ein Ausflug an den Bodensee fällig.
1966:
Im Luftkurort Forbach am 22. Mai erstes Kurkonzert in der Vereinsgeschichte,
das allein von unserem Orchester veranstaltet wird. Es folgen am 8. Oktober
ein Herbstkonzert sowie fünf weitere Konzerte u.a. mit Rudi Kühn und der
Mandolinata Karlsruhe. Zu Weihnachten Gründung eines Jugendorchesters
unter Leitung von Alois Becker, das bis heute Bestand hat und eine echte
Notwendigkeit darstellt.
1965:
Wieder einmal sind wir ohne Dirigent. Die Generalversammlung verläuft
in niedergedrückter Stimmung. Alois Becker wird 2. Vorsitzender, übernimmt
die organisatorischen Arbeiten und forciert die Jugendausbildung. In Theo
Leßmann, Karlsruhe, wird ein neuer, ausgezeichneter Dirigent gefunden.
Mit tatkräftiger Unterstützung der Freunde von der Mandolinata Karlsruhe
erfolgt ein Neubeginn.
Besuch beim Bundesmusikfest in Mannheim vom 21. bis 24. Mai, wobei 13
Spieler beim Bundesjugendorchester mitwirken. Herbstkonzert am 9. Oktober
1965 in der Turnhalle unter Leitung des neuen Dirigenten, das neuen Auftrieb
gibt und zu dem Entschluss führt, jährlich solche Konzerte, und zwar jeweils
unter Einsatz von Solisten zu veranstalten. Am 11. Dezember folgt ein
Auftritt in Steinmauern.
1960:
Der Mandolinenverein wird Mitglied der Kulturvereinigung Ötigheim. Die
Jugendausbildung, um die sich besonders Lorenz Kambeitz, Karl Kühn und
Gottfried Nold verdient machen, zahlt sich nun wieder einmal aus. Bei
der Familienfeier in der Rose am 22. Oktober tritt zum ersten Male eine
Jugendgruppe des Vereins auf, die sich dann am 15. März 1961 mit Einverständnis
der Vereinsleitung eine eigene Verwaltung wählt. Diese Jugendgruppe geht
jedoch in der Folgezeit wieder im damals sog. Seniorenorchester auf.
Besuch beim Badischen Gaumusikfest am 7. Mai 1961 in Weinheim. Bei diesem
Fest wirken Mitglieder des Vereins im Landesorchester mit. 1962 wird Klaus
Höfele Dirigent. Es folgt ein Konzert in der Nachbargemeinde Steinmauern
am 14. April 1963 sowie ein Familienabend am 19. Oktober 1963 in Ötigheim.
40-jähriges Jubiläum des Vereins in Verbindung mit dem erstmalig veranstalteten
Fest der Gemeinschaft am 1./2. August64. Am 17./18. Oktober findet auf
dem Schloss Buchenauer Hof ein vom BDZ veranstalteter Lehrgang statt.
1954:
30-jähriges Jubiläum am 29. Mai in Ötigheim unter Beteiligung von sieben
Mandolinenorchestern aus Baden und dem Saarland. In den folgenden Jahren
Besuch des Gaumusikfestes in Baden-Baden, Mitwirkung beim Gemeinschaftskonzert
der Badener Vereine und Beteiligung beim Bazar am 4. Juni 1955 zugunsten
der hiesigen Kirchenheizung. Juni 1957 übernimmt Anton Kühn den Dirigentenstab.
Erstes Konzert nach dem Jubiläum am 10. November 1957 in Ötigheim. Durch
Vermittlung von Paul Grund (SWF) Mitwirkung von 10 Spielern als Italiener
verkleidet bei einer Fernsehsendung am 9. August 1958. Am 22. März 1959
Konzert anlässlich des 35-jährigen Jubiläums. Besuch des Bundesmusikfestes
in Bad Kreuznach am 11. Oktober 1959.
1949:
Wiedergründung unter der Führung von Andreas Nold am 11. Mai; vorausgegangen
war eine Weihnachtsfeier 1948 und Konzerte am 20. März 1949 im Murgtal
und in Ötigheim. Das auf den 4. November 1951 geplante Konzert muss wegen
Maul und Klauenseuche (!) auf 9. Dezember 1951 verschoben werden. Weitere
Konzerte in den Jahren 1952 und 1953. Erstes Kurkonzert in Baden-Baden
im Jahre 1953 zusammen mit dem Mandolinenverein Baden-Lichtental unter
Leitung von Horst Hermann. Im Oktober 1953 übernimmt Alfons Kirsch die
Orchesterdirektion.
1924-1933:
19 Mitglieder gründen am 14. November den Mandolinenverein.
Erstes Konzert in Gemeinschaft mit der Mandolinenvereinigung Rastatt am
15. März 1925 in Ötigheim. Mangels Notenkenntnisse wird auswendig musiziert.
Zur Bezahlung des Dirigenten werden von jedem Spieler in der Probe 60
Pfg erhoben. 6. September 1925 erster Ausflug verbunden mit einem kleinen
Vorspiel. Weihnachtsfeier, auf den 3. Januar 1926 geplant, muss aufgrund
der Arbeitslosigkeit und der damit verbundenen Geldknappheit abgesagt
werden. Januar 1927 Weihnachtsfeier unter Aufführung eines Theaterstückes.
Mitwirkung beim historischen Festzug des Musikvereins Ötigheim am 22.
Mai 1927.
Erstes alleiniges Konzert am 22. April 1928 in Ötigheim. Um den Probenbesuch
zu heben, wird der Beschluss gefasst, dass jeder, der dreimal in der Probe
fehlt, künftig als passives Mitglied geführt wird. Konzert am 21. Mai
und 13. Oktober 1929 in Ötigheim, die Einnahmen ergeben sich aus einer
Teller-sammlung. Weitere Weihnachtsfeiern und Konzerte bis 1933. Durch
Einberufung mehrerer Aktiver zum Wehrdienst sowie Auflagen der Reichsmusikkammer
müssen die Proben ab 1933 eingestellt werden.
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