Das Kinderorchester, Jugendorchester und Freizeitorchester des Mandolinen- und Gitarrenorchesters gestalteten beim Kooperationskonzert mit den Kindern der Grundschule Ötigheim und Iffezheim eine musikalische Reise in das Land der Märchen.
Nach der Begrüßung der Schulleiterin Dorothee Rudolph im bis auf den letzten Platz gefüllten Geschwister-Scholl-Haus zeigten die Spielerinnen und Spieler des Kinderorchesters, dass sie nicht nur ihr Instrument beherrschen, sondern gemeinsam mit ihrem Dirigenten Pavel Chlopovski auch ein bekanntes Kinderstück und das Märchen „Hänsel und Gretel“ umdichten und so einen aktuellen Bezug zur heutigen Kommunikation herstellen konnten. Hänschen, dem das zu langsame Internet auf den Geist ging, verließ seinen Geburtsort und zog in die weite Welt, auf der Suche nach besseren mobile Daten. Letztendlich kam er ins Trumpsche Amerika und dort in das Haus der hübschen Hexe, die Hänsel in den Ofen steckte und ein leckeres Rezept auf ihrem Account postete …
„Hänschen klein“ in Dur und Moll, jazzig und mit südamerikanischem Flair, … die Kinder haben jedes Stilmittel mit Können und Begeisterung umgesetzt. Der Text wurde gekonnt präsentiert von Melina Schmidt vorgetragen.

Anschließend stellte Marius Göhringer den jungen Zuhörern die einzelnen Orchester und die Instrumente vor, erklärte was ein Dirigent ist und wies darauf hin, dass die Jugend außer Musik noch viele weitere Freizeitmöglichkeiten im Mandolinenverein haben: Hüttenwochenende, Schwimmbadbesuche, Filmabende, Grillfeste, Spielenachmittage und noch vieles mehr.
Nun wurde die Bühne voll – die Prinzessinnen des Kinderchores der Grundschule Ötigheim und Iffezheim verbeugten sich gekonnt vor dem Publikum, bevor sie mit dem Kinderorchester, dem Jugendorchester und einer kleinen Instrumentalgruppe das Märchen: „Die Prinzessin auf der Erbse“ aufführten. Voller Elan und sicher führte die Leiterin der Chöre, Ulianah Nesterova, die Kinder durch die einzelnen Sätze. Die Zuschauer waren begeistert und spendeten großen Applaus.

Das Jugendorchester entführte das Publikum in das Land der „Cola-Luftbläschen“. Pavel Chlopovski, der eher zufällig die Bläschen im Glas seines Getränks beobachtete und danach die Impression zu einem Marsch für Zupforchester komponierte.
Die Irische Weise „Irish Tunes“ wurde im Anschluss gekonnt von den Jugendlichen dargeboten.

Am Ende des schönen Kooperationskonzertes musizierten alle Sänger und Musiker gemeinsam – die beiden Kinderchöre, Kinder-, Jugend- und Freizeitorchester und Florian Kölmel am Schlagwerk boten unter der Leitung von Petra von Rotberg das vom niederländischen Komponisten Bert Appermont geschriebene Werk „Heijamano“ – das Lied der vier Elemente: Wasser, Feuer, Erde und Luft, dar – zarte Melodien, gepaart mit schwungvollem Refrain und lautstarkem „HA!“

Das Publikum bedankte sich bei allen Akteuren mit euphorischem Applaus und lockte so noch eine Zugabe heraus. Mit der ruhigen und nachdenklichen Weise aus Tabaluga: „Nessaja“ – „Ich wollte nie erwachsen sein“ – verabschiedeten sich die Akteure.
Bürgermeister Frank Kiefer bedankte sich bei allen, die es ermöglicht haben, dass diese Kooperation zustande kam und die Kinder und Jugendlichen eine Plattform für das gemeinsame Musizieren bekamen.
Im Anschluss an das Konzert durften interessierte Kinder noch bei den Ausbildungsleitern des Mandolinenvereins, Heidrun Burkart und Oliver Bott, Mandolinen und Gitarren ausprobieren und Informationen einholen. Der Förderverein und der Elternbeirat der Grundschule bewirtete unterdessen im Pfarrgarten die Gäste.
Eine rundum gelungene Veranstaltung, die sowohl den Mitwirkenden als auch den Zuhörern viel Spaß bereitete.

